Konstanz am Bodensee und Rhein

Die Stadt Konstanz liegt - etwa 405 m über Meereshöhe - malerisch eingebettet auf dem schmalen Landrücken zwischen Ober- und Untersee, den der Rhein (der sog. "See-Rhein") auf kurzem Lauf durchschneidet. Die linksrheinische Altstadt und die rechtsrheinische Neustadt mit den zum großen Teil aufgelockert bebauten Vororten Petershausen, Allmannsdorf-Staad, Wollmatingen und den Teilorten Litzelstetten mit der Insel Mainau, Dingelsdorf und Dettingen-Wallhausen gehören dazu.

Zweidrittel der etwa 80000 Einwohner leben heute in den neueren Teilen der Stadt, die weit in den waldreichen Bodanrück hineinreichen.

Das Konzils-Gebäude Die Altstadt mit ihrem unverändert mittelalterlichen Kern wird von der deutsch-schweizerischen Landesgrenze sowie vom See und Rhein umschlossen.
Im 'Kaufhaus am Hafen', dem sogenannte Konzilsgebäude, fand 1417 die Papst-Wahl anläßlich des Konzils zu Konstanz (1414 - 1418) statt.

Blick auf den Hafen Blick in den Rathaushof Ein Bummel vom Hafen über die Marktstätte in die Fußgängerzonen bietet dem Besucher ein Bild alter Bauten und moderner Geschäftigkeit - rechts der Blick in den romantischen Rathaus-Innenhof.

Die Auto-Fähre Die Auto-Fähre Eine besondere Attraktion für die anreisenden Urlauber ist die Bodensee-Autofähre (Bild links) zwischen Konstanz und Meersburg, welche eine schnelle Verbindung mit nur 15 Minuten Fahrzeit über den See hinweg bildet. Von Bord der Fähre hat man einen guten Überblick über den See und die Orte am Ufer.
Die Fähre verkehrt durchgehend Tag und Nacht - tagsüber je nach 'Andrang' entweder viertelstündlich oder im Schnellkurs, d.h. die Schiffe legen ab, sobald genügend Fahrzeuge an Bord sind.

Seit Juli 2005 verkehren die zwei Katamarane "Constanze" und "Fridolin" (Bild rechts) stündlich zwischen Konstanz und Friedrichshafen - Fahrzeit etwa 3/4 Stunden.

Das Rheintor Das Schnetztor Auf der Südseite der Altstadt befindet sich eines der noch erhaltenen Stadttore der alten Stadtbefestigung, das Schnetztor (Bild links) - einer der Zugänge zur Fußgängerzone.

Auf der Nordseite der Altstadt befindet sich das - jetzt funktionslose - Rheintor (Bild rechts), wo früher eine Brücke über den Rhein den Zugang aus Richtung Petershausen (damals ein Kloster-Vorort) ermöglichte.

Heute gibt es dicht daneben eine kombinierte Straßen- und Eisenbahn-Brücke sowie weiter westlich eine Fußgänger-/Radfahrer-Brücke und eine Straßen-Brücke im Verlauf des Autobahn-Zubringers 'B33 neu'.

Die Imperia Nur durch einen Drahtzaun, in dem einige Straßenzollämter die weit geöffneten Tore zur Schweiz bilden, ist Konstanz von seiner schweizerischen Nachbarstadt Kreuzlingen (17500 Einwohner) getrennt. Diese Trennung ist aber nur symbolisch, denn man hat z.B. an der Grenze eine gemeinsame Eissport-Halle (die "Bodensee-Arena") erbaut - und der Zaun soll auch verschwinden.
Das junge Gesicht von Konstanz wird insbesondere von der Universität mit ihren 10.000 Studierenden und der schon seit über 75 Jahren bestehenden heutigen Fachhochschule mit ihren 3000 Ingenieurs-Studenten geprägt.
Die Stadt ist heute wirtschaftliches und kulturelles Oberzentrum des Bodenseegebiets.

Als modernes Wahrzeichen ziert die 'Imperia' seit 1993 die Konstanzer Hafeneinfahrt. Die neun Meter hohe, 14 Tonnen schwere "Kurtisane" aus Kunststein ist ein Werk des Künstlers Peter Lenk aus Bodmann und dreht sich über dem Pegelhäuschen, von wo täglich der Bodensee-Referenzpegel gemeldet wird. Die Statue entstand seinerzeit u.a. mit Unterstützung durch die Computer Gesellschaft Konstanz mbH (CGK).


Chronik von Konstanz

Jüngere Steinzeit: Erste Besiedlungsspuren.

1. Jh. n. Chr.: Keltische und römische Bauten oberhalb des Rheinübergangs.

3. Jh. n. Chr.: Bau eines befestigten Brückenkopfes.

Um 525: Constantia wird im Reisehandbuch des Ostgoten Anarid erwähnt.

6. Jh. n. Chr.: Konstanz wird Bischofssitz - bis 1827.

Um 900: Verleihung des Marktrechtes.

983: Bischofskloster Petershausen, Reichskloster der Benediktiner.

1043: Reichsversammlung mit Kaiser Heinrich III.

1076: Konstanzer Münster, Domkirche des größten deutschen Episkopats.

12. Jh. n. Chr.: Dreigegliederte Stadt mit Bischofsburg, Niederburg und Kaufleuteviertel um den Stefansplatz.

1153: Kaiser Friedrich Barbarossa hält hier einen Reichstag ab.

1183: Barbarossas Frieden mit dem lombardischen Städtebund.

1192: Konstanz wird Freie Reichsstadt.

Um 1215: Die Rheinbrücke: Zollgrenze, Wasserkraftanlage für Textil-Gewerbe, Brückenkopf nach Norden, Eckpunkt der Seebefestigung.

1235: Dominikanerkloster auf der Insel, später Textilfabrik = Geburtshaus Graf Zeppelins, heute Hotel.

1388: Errichtung des Kaufhauses am Hafen.

1414-1418: Konzil zu Konstanz mit Papstwahl, Verurteilung/Verbrennung des bömischen Reformators Johannes Hus.

1507: Kaiser Maximilian hält einen Reichstag ab.

1548: Konstanz verliert Reichsfreiheit und kommt zu Oesterreich.

1609: Das Stadttheater wird erbaut - es wurden schon 4 Jahre vorher Aufführungen auf der Bühne des Jesuitenklosters aufgeführt - seitdem wird ununterbrochen Theater gespielt.

1779: Goethe zu Besuch in Konstanz.

1806: Konstanz kommt zum Großherzogtum Baden.

1838: Graf Ferdinand Zeppelin in Konstanz geboren.

1848: Badische Revolution - Friedrich Hecker beginnt in Konstanz seinen Freischärlerzug Richtung Karlsruhe.

1853: Vollendung des Münsterturmes.

1906: Gründung des Technikums - heute Fachhochschule.

1911-1912: Bau des Bismarck-Turms.

1915: Allmannsdorf wird eingemeindet.

1928: Die Bodenseefähre nach Meersburg wird eröffnet.

1934: Wollmatingen wird eingemeindet.

1945: Französische Truppen besetzen Konstanz.

1963: Erstes großes Kaufhaus eröffnet.

1965: Gründung der Universität.

1971: Litzelstetten wird eingemeindet.

1975: Dingelsdorf und Dettingen-Wallhausen werden eingemeindet.

1978: Abzug der französischen Truppen.

1979: Eröffnung des Thermalbades.

1980: Zweite Rheinbrücke im Zuge des Autobahnzubringers befahrbar.

1982: Historische Altstadt von Konstanz unter Denkmalschutz.

1991: Geh- und Radweg-Brücke über den Rhein.

1994: Start für Bodensee-S-Bahn "Seehas" mit Eröffnung Bahnhof Wollmatingen.

1996: Neugestaltung Augustinerplatz mit Landratsamt, Polizeidirektion, Archäologischem Landesmuseum.

1997: Der Ortsverband 'Bodensee' des Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) e.V. pachtet von der Stadt Konstanz den Bismarck-Turm als Funkstandort - die Aussichts-Plattform ist während des Sommer-Halbjahres zweimal wöchentlich für die Öffentlichkeit zugänglich - natürlich nur bei passendem Wetter.

1998: Eröffnung Kulturzentrum beim Münster

1999: Eröffnung des Aquariums "Sea Life Centre" beim Hafen

2004: Eröffnung des Lago-Einkaufszentrum in Bahnhofsnähe mit 70 Geschäften und Parkhaus

2005: Eröffnung der Katamaran-Schiffsverbindung zwischen Konstanz und Friedrichshafen